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Ich habe diese Frage schon so oft gehört und kann sie einfach nur so beantworten.
Hier in Deutschland werden die Tierheime staatlich gefördert, in Spanien so gut wie gar nicht. Dort ist man auf Spenden und Eigeninitiative angewiesen. Hier leben nicht so viele Tiere auf der Strasse wie dort. Hier gibt es keine Perrera ( Tötungsstation) wo alle 4 Wochen die Tiere regelrecht vergast und vermüllt werden, weil sie nicht länger dort leben dürfen als 6 Wochen. Sechs Wochen in der Todeszelle, bei wenig Futter, viel Schmutz, keine Liebe und viel Tritte.
Schauen Sie sich Bilder von Perreras in Spanien an, die traurigen Augen der Hunde, die nichts anderes wollen, wie nur ein bisschen Wärme und Essen.
Die Tierheime hier in Deutschland brauchen sicherlich auch die ein oder andere Hilfe, aber wir hier in Deutschland haben eine ganz andere soziale Einstellung zu diesen Lebewesen.
Ich habe hier in Deutschland zwar auch schon von wenigen Misshandlungen an Hunden und Katzen gehört, aber was in Spanien abläuft, grenzt schon an Grausamkeit und fehlender sozialer Einstellung vom Mensch zu Tier. Ich selbst habe lange Zeit in Andalusien verbracht und habe mit eigenen Augen von weitem sehen können, wie ein Mann seine beiden Hunde von den Klippen ins Meer trat. Aufmerksam bin ich durch die Schreie der Hunde geworden. Als er mich kommen sah, verschwand er in der Dämmerung und ein Hund schaffte es noch wieder auf die Klippen zu kommen und lief vor mir in Panik fort. Den anderen Hund hab ich nicht mehr gesehen. Meine Bitte an die dort in der Nähe verweilten Guardia Civil, doch mit mir den Hund zu suchen und auch den Mann zu verfolgen, wurde mit einem Lachen abgetan und mit der Aussage, ich solle doch in meinem Land die Samariterin spielen. Man möchte hier einen sauberen Touristenort erhalten und da könne man dem nur zusprechen, welcher hilft diesen Ballast zu vernichten ....am besten verbrennen ....
Bei meinem letzten Aufenthalt in Albolote traf ich auf einen schwarzen Hund, der voller Panik auf der Strasse lief und nach was Essbarem in Mülleimern suchte. Ich versuchte, diesen Hund auf mich aufmerksam zu machen und wollte ihn mit meinem Sandwich füttern was ich immer bei mir habe ,und auch etwas Wasser geben. Mich traf es bis tief ins Herz, als ich in diese traurige Augen sah. Traurig und müde, schmutzig und humpelnd blickte dieser kleine schwarze Hund mich voller Angst an und ich schaffte es leider nicht, an ihn heranzukommen um ihn ins Tierheim zu bringen. Er fraß nur das, was ich weit wegwarf, so dass man ihn nicht erhaschen konnte. Ständig dieser panische Blick um sich, aber bettelnd, dass ich noch etwas warf. Was mich so traf, war eine Frau mit ihrem wohlgenährten Mops, die dabeistand. Dieser kleine schwarze Hund schaute diesen Hund so intensiv an, ich hatte das Gefühl, ich müsse den Schmerz und die Worte in dieser kleinen Seele lesen .......WARUM HAB ICH SO HUNGER, WARUM WIRST DU SO LIEB GEHABT UND HAST KEINEN HUNGER ......ich habe Wehmut gesehen, und das ist mein wahrer Ernst. Diese Frau schaute sich das ganze so unbeteiligt an, es war eine Spanierin und sie fand mein Mitgefühl TONTA ......wie sie sagte, Tonta ist spanisch und heißt dumm ....obwohl sie selbst einen Hund besitzt. In Spanien mag man zwar die Rassehunde aber die Mischlinge und Strassenhunde sind hier nichts.
Gleichwohl muss ich dazu sagen, dass sich in den letzten 8 Jahren wohl viel getan hat und immer mehr Spanier durch die Aufklärung der Deutschen, die dort im Tierschutz arbeiten, sich sozial für Tiere von der Strasse engagieren. Es gibt mittlerweile durch eine Menge Informationen viele spanische Familien, die auch einem solchen Tier aus den Refugios ein Zuhause geben. Das geht aber nur, wenn man ihnen mit gutem Beispiel vorangeht und ihnen zeigt, wieviel Leid sie verursachen, wenn sie die Augen schließen.
Was soll ich sagen, wir sind doch alles Menschen in einer einzigen Welt, es wird so viel geholfen rund um den Globus, ob in Afrika oder Südamerika, Waisenhäuser, Kinderpatenschaften, etc., warum nicht auch Tieren aus anderen Ländern helfen. Sie haben die gleiche Daseinsberechtigung wie unsere Tiere hier in Deutschland und jeder soll dort helfen, wo er meint, dass dort Hilfe nötig ist.
Meine beiden Erfahrungen mit den Erlebnissen, die ich hier schilderte haben mich nicht mehr losgelassen und die traurigen Augen, des kleinen schwarzen Hundes verfolgen mich oft. Häufig denke ich, ob er noch lebt, hätte ich mich mehr einsetzen sollen, ihn einzufangen?
Ich habe mit dem Beginn unserer Flugpatenschaft diese Erlebnisse zu Anstoß genommen, mich endlich aufzuraffen und so zu helfen wie es mir möglich ist, ich hoffe mit vielen anderen Menschen als Unterstützung. Große finanzielle Mittel stehen mir nicht zur Verfügung, aber eine Zeit, die habe ich an die Tiere zu verschenken. Zeit, die ich mit Arbeit und Vermittlungshilfe und Bekanntmachungen verbringe um von hieraus, sei es auch nur wenigen Tieren, helfen zu können.
Ich danke Ihnen sehr für ihre Geduld und Ausdauer beim Lesen dieser langen Zeilen und wünsche mir, dass sie immer mal wieder reinschauen, was es Neues zu berichten gibt, oder geben sie einfach die Adresse an tierliebende Menschen weiter.
Eine Meinung zu dieser Seite und dem Tierleid in Spanien können Sie auf meinem Gästebuch hinterlassen. Würde mich sehr darüber freuen.
Herzlichst Ein letzter Gruß
Claudia
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