Wir alle lieben unsere Hunde und möchten, dass sie sich gut benehmen. Manchmal ist es aber gar nicht so einfach, ihnen die wichtigsten Dinge beizubringen. Wir haben uns die Mühe gemacht und die 10 wichtigsten hunde kommandos für euch zusammengetragen. Mit diesen Kommandos wird das Zusammenleben mit eurem Vierbeiner einfacher und sicherer. Lasst uns loslegen und euren Hund zum besten Freund machen, der auf jedes Wort hört!
Wichtige Punkte
- Die wichtigsten hunde kommandos sind essenziell für ein harmonisches Zusammenleben und die Sicherheit des Hundes.
- Geduld und Konsequenz sind der Schlüssel zum Erfolg beim Training von hundekommandos.
- Positive Verstärkung mit Lob und Leckerlis motiviert den Hund am besten.
- Regelmäßige, kurze Trainingseinheiten sind effektiver als lange, seltene Übungen.
- Jeder Hund lernt anders; passen Sie das Training an die individuellen Bedürfnisse Ihres Vierbeiners an.
1. Sitz
Das "Sitz"-Kommando ist wahrscheinlich das allererste, was wir unseren Hunden beibringen. Und das aus gutem Grund! Es ist super nützlich im Alltag, egal ob wir an der Kasse im Supermarkt warten oder einfach nur wollen, dass unser Hund kurz zur Ruhe kommt. Ein Hund, der sitzt, ist ein Hund, der sich auf uns konzentriert.
Wir fangen am besten in einer ruhigen Ecke an, wo nichts Spannendes passiert. Nehmt euch ein Leckerli und haltet es direkt vor die Nase eures Hundes. Dann führt die Hand langsam nach hinten über seinen Kopf. Die meisten Hunde werden automatisch ihren Kopf heben und sich dabei hinsetzen, um dem Leckerli zu folgen. Sobald er sitzt, sagt ihr klar und deutlich "Sitz!" und gebt ihm sofort das Leckerli und ein dickes Lob. Das wiederholen wir ein paar Mal.
Ein kleiner Tipp: Wartet, bis euer Hund wirklich sitzt, bevor ihr das Kommando gebt. So lernt er, dass "Sitz" genau diese Bewegung bedeutet. Anfangs sind die Übungseinheiten kurz und knackig, vielleicht nur 5 bis 10 Minuten. Das hält die Motivation hoch, sowohl bei uns als auch beim Hund.
Wir steigern dann langsam, wie lange er sitzen muss, bevor er die Belohnung bekommt. Das hilft ihm, die Konzentration zu halten. Später können wir das Ganze auch an Orten mit mehr Ablenkung üben, um zu sehen, wie gut er schon hört. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Bindung zu stärken und dem Hund Sicherheit zu geben. Wenn ihr euch fragt, wie man die Bedürfnisse eines Hundes am besten versteht, ist das Erlernen von Grundkommandos ein toller Anfang, um eine bessere Beziehung aufzubauen.
Das "Sitz" ist mehr als nur eine Position. Es ist ein Zeichen von Aufmerksamkeit und Kontrolle, das uns hilft, unseren Hund besser zu verstehen und zu führen. Geduld und positive Verstärkung sind hierbei unsere besten Freunde.
2. Platz
Nachdem unser Hund das "Sitz"-Kommando draufhat, ist das "Platz"-Kommando der nächste logische Schritt. Es ist super wichtig, damit unser Vierbeiner auch in aufregenden Momenten mal runterkommt und sich entspannt. Stellt euch vor, ihr seid im Park und es ist Trubel – mit "Platz" könnt ihr euren Hund beruhigen und ihm signalisieren, dass er sich hinlegen soll.
Wie wir das am besten angehen?
- Wir starten, indem unser Hund schon brav sitzt. Das ist die Basis.
- Dann nehmen wir ein Leckerli, verstecken es in der geschlossenen Hand und führen die Hand vom Maul des Hundes gerade nach unten zum Boden.
- Jetzt ziehen wir die Hand langsam vom Hund weg, sodass er der Bewegung folgt und sich dabei hinlegt. Das ist der Moment, wo er die Verbindung zum Kommando herstellt.
- Sobald er liegt, sagen wir klar und deutlich "Platz" und belohnen ihn sofort mit dem Leckerli und viel Lob. Das ist die Belohnung für die richtige Ausführung.
Geduld ist hier wirklich das A und O. Manche Hunde kapieren es nicht sofort, und das ist völlig okay. Wir bleiben einfach dran, üben regelmäßig in kurzen, positiven Einheiten und machen keinen Druck. So lernt unser Hund, dass "Platz" etwas Gutes ist. Wenn euer Hund Schwierigkeiten hat, sich hinzulegen, könnt ihr auch versuchen, das Leckerli noch weiter vom Hund wegzuziehen, sodass er sich richtig ausstrecken muss. Das hilft ihm, die Bewegung besser zu verstehen. Wir wollen ja, dass er sich wohlfühlt und die Übung mit etwas Positivem verbindet. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Bindung zu stärken und dem Hund Sicherheit zu geben, ähnlich wie beim Training für das Fuß-Kommando.
3. Hier
Das "Hier"-Kommando, auch "Komm" genannt, ist wahrscheinlich das wichtigste von allen. Stellt euch vor, euer Hund rennt auf die Straße oder auf einen anderen Hund zu – mit einem zuverlässigen "Hier" könnt ihr ihn zurückholen und so Schlimmeres verhindern. Es ist quasi die Lebensversicherung für euren Vierbeiner.
Wir fangen am besten in einer ruhigen Umgebung an, wo es nicht zu viele Ablenkungen gibt. Wenn euer Hund entspannt ist, geht ihr in die Hocke, öffnet die Arme und ruft ihn mit einer fröhlichen Stimme. Das Wichtigste ist, dass euer Tonfall positiv und einladend ist. Wenn er dann zu euch kommt, wird er überschwänglich gelobt und bekommt ein super Leckerli oder sein Lieblingsspielzeug. Das muss sich für ihn richtig lohnen!
Wenn das gut klappt, steigern wir langsam die Schwierigkeit. Das kann bedeuten, dass wir uns weiter weg stellen oder dass mehr Ablenkungen da sind, wie zum Beispiel ein anderer Mensch oder ein Spielzeug, das herumliegt. Aber Achtung: Bestraft euren Hund niemals, wenn er mal länger braucht, um zu euch zu kommen. Das würde ihn nur verunsichern und er würde beim nächsten Mal vielleicht zögern.
Hier sind ein paar Tipps, wie ihr das Training gestalten könnt:
- Startet kurz und knackig: Lieber mehrmals am Tag für ein paar Minuten üben als einmal lang.
- Nutzt die Freude: Macht das Zurückkommen zu einem Highlight für euren Hund.
- Seid geduldig: Jeder Hund lernt anders und in seinem eigenen Tempo.
- Variiert die Belohnung: Mal ein Leckerli, mal ein Spiel, mal einfach nur ganz viel Lob – so bleibt es spannend.
Denkt dran, dass das "Hier"-Kommando nicht nur für Notfälle da ist. Es ist auch eine tolle Möglichkeit, die Bindung zu eurem Hund zu stärken und ihm zu zeigen, dass ihr die besten Freunde seid.
4. Bleib
Das "Bleib"-Kommando ist ein echter Selbstbeherrschungs-Test für unsere Hunde und sollte erst trainiert werden, wenn die Basics wie "Sitz" und "Platz" schon gut sitzen. Wir wollen ja nicht, dass unser Vierbeiner gleich losrennt, sobald wir uns umdrehen, oder?
So gehen wir das am besten an:
- Zuerst lassen wir unseren Hund entweder sitzen oder liegen. Das ist die Ausgangsposition.
- Dann strecken wir unsere flache Hand wie ein "Stopp"-Schild vor sein Gesicht und sagen klar und deutlich "Bleib".
- Wir machen nur einen winzigen Schritt zurück, warten ein paar Sekunden und gehen dann wieder zu ihm. Wenn er brav sitzen oder liegen geblieben ist, gibt’s ein dickes Lob und ein Leckerli.
- Ganz wichtig: Wir steigern die Entfernung und die Wartezeit nur langsam. Geduld ist hier wirklich Gold wert.
Konsequenz ist der Schlüssel, damit das "Bleib" wirklich sitzt. Wenn euer Hund die Position verlässt, bringt ihn sanft zurück und versucht es nochmal. Keine Sorge, am Anfang ist das normal. Eine Trainingsleine kann hier am Anfang super hilfreich sein, um ihn sanft zu korrigieren, falls er doch mal zu schnell aufsteht. Das Training stärkt nicht nur den Gehorsam, sondern auch das Vertrauen zwischen euch. Es ist toll zu sehen, wie sie lernen, sich zu beherrschen, gerade wenn wir uns zum Beispiel zum Essen setzen und sie in ihrem Körbchen warten müssen. Das gibt uns als Halter auch ein gutes Gefühl der Sicherheit, wenn wir wissen, dass unser Hund auch in schwierigen Situationen auf uns hört. Es ist ein wichtiger Schritt für die geistige Auslastung eures Hundes.
5. Aus
Das Kommando „Aus“ ist super wichtig, gerade wenn wir unterwegs sind oder unser Hund Dinge im Maul hat, die er nicht haben sollte. Denken Sie nur mal an einen schönen Spaziergang, bei dem er plötzlich einen alten Knochen oder etwas noch Ekligeres findet. Da wollen wir doch nicht, dass er das frisst, oder?
Wir üben das am besten so:
- Nehmen Sie ein Spielzeug, das Ihr Hund wirklich mag.
- Halten Sie ein besonders leckeres Leckerli bereit.
- Geben Sie Ihrem Hund das Spielzeug und warten Sie, bis er es ins Maul nimmt.
- Sobald er das Spielzeug im Maul hat, zeigen Sie ihm das Leckerli direkt vor seiner Nase. Die meisten Hunde lassen dann sofort das Spielzeug fallen, um an das Leckerli zu kommen.
- In genau diesem Moment sagen Sie klar und deutlich „Aus“.
- Geben Sie ihm das Leckerli und loben Sie ihn überschwänglich.
- Ganz wichtig: Geben Sie ihm das Spielzeug danach wieder zurück! So lernt er, dass „Aus“ nicht bedeutet, dass er das Spielzeug für immer verliert, sondern dass er es nur kurz abgeben muss, um eine Belohnung zu bekommen und es danach vielleicht sogar wieder zurückzubekommen.
Wir wiederholen das Ganze immer wieder, bis es sitzt. Anfangs brauchen wir das Leckerli fast immer, aber mit der Zeit können wir es immer öfter weglassen und nur noch mit Lob arbeiten. Wenn das gut klappt, können wir auch mal versuchen, ihm etwas zu geben, das er nicht ganz so spannend findet, und dann das „Aus“ zu üben. So bauen wir langsam die Ablenkung auf. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell Hunde lernen, wenn sie verstehen, dass es sich lohnt, etwas loszulassen. Das ist auch eine tolle Übung, um die Impulskontrolle zu stärken, was bei vielen Hunden eine Herausforderung ist. Wenn Sie merken, dass Ihr Hund Schwierigkeiten hat, sich zu konzentrieren, kann es helfen, die Trainingsumgebung zu wechseln oder die Ablenkungen schrittweise zu erhöhen, ähnlich wie beim Training für einen zuverlässigen Rückruf.
Manchmal sind es die einfachen Kommandos, die den größten Unterschied im Alltag machen. „Aus“ gehört definitiv dazu, denn es kann im Ernstfall sogar gefährliche Situationen verhindern. Bleiben Sie dran, auch wenn es mal nicht sofort klappt!
6. Nein
Das "Nein" ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Kommandos überhaupt, auch wenn es uns Menschen manchmal schwerfällt, es konsequent anzuwenden. Wir wollen ja nicht, dass unser Hund alles frisst, was ihm vor die Nase kommt, oder unerlaubte Dinge tut, oder? Deshalb ist ein klares und deutliches "Nein" unerlässlich. Es ist quasi die Sicherheitsleine für euer Zusammenleben.
Wir fangen am besten schon beim Welpen damit an. Wenn euer kleiner Racker etwas tut, das er nicht soll, sagt ihr "Nein". Wichtig ist dabei, dass ihr es ruhig, aber bestimmt sagt. Keine Wut, kein Geschrei, das verwirrt nur. Wenn er dann aufhört, was er gerade tut, lobt ihr ihn. Das ist ganz wichtig, damit er versteht, was ihr von ihm wollt. Wenn ihr zum Beispiel gerade dabei seid, ihm das Apportieren beizubringen und er schnappt sich den Ball, aber nicht bringen soll, dann sagt ihr "Nein" und wenn er den Ball loslässt, gibt es ein "Fein!".
Manchmal ist es auch hilfreich, wenn ihr ihm direkt eine Alternative anbietet. Wenn er zum Beispiel an einem Kabel knabbert, sagt ihr "Nein" und gebt ihm sofort sein Kauspielzeug. So lernt er, was er stattdessen tun darf.
- Konsequenz ist der Schlüssel: Sagt "Nein" immer gleich und bei den gleichen Dingen.
- Timing ist alles: Sagt "Nein" genau in dem Moment, in dem er etwas Unerlaubtes tut.
- Positive Verstärkung: Lobt ihn, wenn er aufhört oder etwas Richtiges tut.
- Alternativen anbieten: Zeigt ihm, was er stattdessen tun darf.
"Nein" ist nicht dazu da, den Hund zu bestrafen, sondern um ihm Grenzen aufzuzeigen und ihn vor Gefahren zu schützen. Es ist ein Zeichen der Fürsorge, auch wenn es sich manchmal hart anfühlt.
Denkt daran, dass euer Hund nicht von Natur aus weiß, was er darf und was nicht. Wir müssen es ihm beibringen. Und das "Nein" ist ein ganz wichtiger Teil davon. Wenn ihr das gut hinbekommt, erspart ihr euch und eurem Hund viel Ärger. Und wer weiß, vielleicht findet ihr ja auch bald einen tollen Begleiter in einem Tierheim, der ein zweites Zuhause sucht und sich über klare Regeln freut ein Zuhause finden.
Es braucht ein bisschen Übung, aber mit Geduld und Konsequenz werdet ihr das "Nein" meistern. Und euer Hund wird es euch danken, indem er sicherer und ausgeglichener ist.
7. Fuß
Das Kommando „Fuß“ ist super wichtig, damit unser Hund entspannt an unserer Seite geht, ohne uns ständig anzubellern oder an der Leine zu ziehen. Wir wollen ja schließlich, dass unser Vierbeiner lernt, wo sein Platz ist – nämlich neben uns, nicht vor oder hinter uns.
Wir fangen am besten damit an, dass unser Hund im „Sitz“ oder „Platz“ neben uns ist. Dann nehmen wir ein Leckerli, halten es ihm vor die Nase und locken ihn damit ein paar Schritte nach vorne. Sobald er mitkommt, sagen wir „Fuß“ und geben ihm das Leckerli. Das wiederholen wir immer wieder, und die Schritte werden langsam länger.
- Schritt 1: Hund sitzt oder liegt neben uns.
- Schritt 2: Mit Leckerli locken und ein paar Schritte gehen, dabei „Fuß“ sagen.
- Schritt 3: Sofort belohnen, wenn er mitkommt.
- Schritt 4: Langsam die Distanz und die Anzahl der Schritte steigern.
Wichtig ist, dass wir geduldig bleiben. Jeder Hund lernt anders und in seinem eigenen Tempo. Wenn er mal nicht mitkommt oder zieht, bleiben wir einfach stehen und versuchen es erneut. Wir wollen ja keine Frustration auf beiden Seiten.
Wir müssen uns bewusst sein, dass das „Fuß“-Gehen nicht nur bedeutet, dass der Hund neben uns läuft. Es geht auch darum, dass er aufmerksam ist und auf unsere Körpersprache achtet. Das stärkt die Bindung und das Vertrauen zwischen uns und unserem Hund ungemein.
8. Such
Das Kommando "Such" ist nicht nur ein tolles Spiel für zwischendurch, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, die Nase Ihres Hundes zu beschäftigen und seinen Jagdinstinkt auf positive Weise zu kanalisieren. Wir lieben es, unseren Hunden damit eine Freude zu machen und gleichzeitig ihre Intelligenz zu fördern.
Wir fangen ganz einfach an. Zuerst lassen wir den Hund "Sitz" machen und zeigen ihm ein besonders leckeres Leckerli. Dann legen wir das Leckerli gut sichtbar ein paar Schritte entfernt auf den Boden. Erst wenn wir das Kommando "Such" geben, darf der Hund aufstehen und es holen. So lernt er, dass er auf unser Kommando warten muss.
Wenn das gut klappt, steigern wir langsam die Schwierigkeit:
- Wir verstecken das Leckerli hinter einem Baum oder einem anderen Gegenstand, aber so, dass der Hund es noch sehen kann.
- Später verstecken wir es, ohne dass der Hund zusieht, und geben ihm dann das Kommando.
- Wir erhöhen die Distanz und verstecken es an immer kniffligeren Orten.
Das Wichtigste ist, dass wir unseren Hund nicht überfordern und ihm immer wieder Erfolgserlebnisse ermöglichen. Wenn er mal nicht weiterweiß, helfen wir ihm mit einem kleinen Tipp oder wir machen die Aufgabe wieder einfacher. Es geht darum, dass er Spaß hat und wir gemeinsam etwas Tolles erleben.
Wir haben festgestellt, dass Hunde, die aus dem Tierschutz kommen, manchmal etwas mehr Zeit und Geduld brauchen, um Vertrauen aufzubauen und neue Dinge zu lernen. Aber mit positiver Bestärkung und viel Liebe klappt das "Such"-Spiel wunderbar und stärkt die Bindung zwischen uns und unserem Vierbeiner. Ein guter Start ist oft die halbe Miete, wenn es um die Eingewöhnung geht.
Wir machen das "Such"-Kommando zu einem echten Highlight im Alltag. Es ist faszinierend zu sehen, wie konzentriert und freudig unser Hund dabei ist. Dieses Spiel fördert nicht nur seine geistige Auslastung, sondern stärkt auch unser Vertrauensverhältnis ungemein. Es ist eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, um die Beziehung zu festigen.
9. Ruhig
Manchmal sind unsere Hunde richtig aufgeregt – ob wegen dem Postboten, irgendwelchen Baustellen oder einfach, weil die Stimmung zu Hause gerade wilder ist. Das Kommando „Ruhig“ ist für solche Momente echt eine gute Sache. Es hilft uns, unseren Hund in stressigen, nervösen oder lauten Situationen wieder runterzuholen und ihm Sicherheit zu geben.
Wie trainieren wir das am besten? Ausprobieren, Geduld und jede Menge Wiederholungen sind hier gefragt. So klappt es leichter:
- Warten, bis der Hund nervös oder laut ist, zum Beispiel beim Klopfen an der Tür.
- Ruhig und klar „Ruhig“ sagen, nicht schreien oder hektisch werden.
- Hört der Hund auf, loben wir ihn ruhig und eventuell gibt’s ein Leckerli.
Wiederholung ist hier das A und O, denn unser Hund muss erstmal verstehen, was wir wollen. Gut klappt das auch, wenn wir als Vorbild ruhig bleiben – Hunde merken nämlich sofort, wenn wir selber nervös sind. Wenn das Tempo mal rausgenommen werden muss, kann so ein Kommando das absolute Highlight sein, ganz besonders, wenn die Kinder toben oder beim Besuch.
Nach ein paar Wochen Übung merkt man plötzlich: Es wird ruhiger im Haus. Unser Hund weiß jetzt, dass "Ruhig" Entspannung bedeutet und nicht, dass er irgendwas falsch gemacht hat. Das gibt ihm (und uns) viel mehr Gelassenheit im Alltag.
10. Pfötchen Geben
Das Pfötchen geben ist ein echter Klassiker unter den Hundetricks und bildet oft die Grundlage für viele weitere Kunststücke. Es ist nicht nur süß anzusehen, sondern stärkt auch die Bindung zwischen uns und unserem Vierbeiner. Auch wenn es auf den ersten Blick einfach wirkt, braucht es ein wenig Geduld und natürlich ein paar Leckerlis, bis unser Hund zuverlässig auf Kommando die Pfote hebt.
Wir fangen am besten an, indem wir unseren Hund zuerst „Sitz“ machen lassen. Dann knien wir uns neben ihn. Nun nehmen wir vorsichtig eine seiner Pfoten von unten in unsere flache Hand und sagen dabei klar und deutlich: „Pfötchen“. Das wiederholen wir ein paar Mal. Oft hebt der Hund dann von selbst die Pfote, wenn er das Kommando hört.
Wichtig ist, dass wir ihn sofort belohnen, sobald er seine Pfote hebt. Das zeigt ihm, dass er genau das Richtige tut. Mit der Zeit kann er lernen, dass es reicht, die Pfote nur anzuheben. Wenn wir dann die Hand senkrecht hochhalten, wird er uns quasi mit der Pfote „zurückwinken“. Das ist ein toller Fortschritt!
Manchmal hilft es auch, ein Leckerli in der Hand zu verstecken und diese dicht vor die Schnauze des Hundes zu halten. Er wird versuchen, an das Leckerli zu kommen, und dabei vielleicht von selbst die Pfote auf unsere Hand legen. Sobald das passiert, gibt es die Belohnung und das Kommando „Pfötchen“. So lernt er, dass das Anheben der Pfote zum Erfolg führt.
Es gibt verschiedene Wege, wie wir unserem Hund Tricks beibringen können, und das Pfötchen geben ist ein guter Einstieg. Wenn Sie sich für weitere Tricks interessieren, gibt es viele Anleitungen, die Ihnen helfen können, die Bindung zu Ihrem Hund zu stärken.
Manchmal ist es auch eine gute Idee, das Ganze aus der Distanz zu üben. Wenn der Hund das Kommando gut beherrscht, können wir uns langsam weiter wegbewegen. So lernt er, auch auf Entfernung auf unser Kommando zu reagieren. Das ist dann schon fast ein „High Five“!
Denken Sie daran, dass jeder Hund anders ist. Manche lernen schneller, andere brauchen etwas mehr Zeit. Das Wichtigste ist, dass wir geduldig bleiben und die Trainingseinheiten positiv gestalten. Ein zufriedener Hund lernt am besten.
Häufig gestellte Fragen
Wie fangen wir am besten mit dem Training an?
Am besten starten wir mit den wichtigsten Kommandos, wie ‘Sitz’ oder ‘Platz’. Wichtig ist, dass wir immer geduldig sind und das Training kurz und positiv halten. Wir sollten unseren Hund für jeden kleinen Erfolg loben und belohnen, damit er motiviert bleibt.
Wie lange sollte eine Trainingseinheit dauern?
Wir sollten uns nicht zu viel auf einmal vornehmen. Lieber öfter am Tag ein paar Minuten trainieren, als einmal lange und dann gar nicht mehr. So bleibt unser Hund konzentriert und hat Spaß am Lernen.
Was machen wir, wenn unser Hund ein Kommando nicht versteht?
Wenn es mal nicht klappt, ist das kein Problem! Wir sollten nicht schimpfen, sondern lieber eine kleine Pause machen oder einen Schritt zurückgehen. Vielleicht war die Übung zu schwer oder unser Hund ist müde. Wir versuchen es später einfach nochmal in einer einfacheren Form.
Welche Kommandos sind für Welpen am wichtigsten?
Schon kleine Welpen können viel lernen! Wichtige Kommandos wie ‘Sitz’ oder auch der eigene Name sind super für den Anfang. Das hilft uns, eine gute Verbindung aufzubauen und sie auf spätere Übungen vorzubereiten.
Wie viele Kommandos kann ein Hund überhaupt lernen?
Unsere Hunde sind ganz schön schlau! Sie können tatsächlich Hunderte von Kommandos lernen, besonders wenn wir ihnen mit Körpersprache und klaren Worten helfen. Die wichtigsten Grundkommandos sind aber die, die wir im Alltag am häufigsten brauchen.
Ist es schlimm, wenn unser Hund ein Kommando nicht sofort perfekt kann?
Auf keinen Fall! Jeder Hund lernt in seinem eigenen Tempo. Wichtig ist, dass wir dranbleiben, positiv sind und unseren Hund immer wieder loben. Mit Geduld und Konsequenz wird er die Kommandos sicher meistern.
